Wir leben in einer Zeit, da viele vom Umherziehen besessen sind. Es trägt den Ruf der Selbstverwirklichung. Städte werden abgehakt wie Statussymbole. Jeder, der etwas auf sich hält, lebt in einer europäischen Metropole.

Entwerfen, Visionen haben, sich verwirklichen - wir alle, die die Möglichkeit und den Willen dazu haben, versuchen, unser Leben zu designen. Ausgehend von den Gedanken „Bewegung“, „Stadt“ und „Entwurf“, rückt „Die Muster der Polster (AT)“ das Design der Sitzpolster öffentlicher Verkehrsmittel in den Fokus. Im Gespräch mit den Designern der Polster geht es um ihre Ideen, Gestaltungsmöglichkeiten, Restriktionen und Kompromisse. Dann zieht der Film die Parallele zu einem „Lebensentwurf“. Er folgt den Menschen, die in der Bahn auf den Polstern Platz genommen haben. Beschäftigt sich mit ihren Visionen und Entwürfen, ihren Restriktionen, ihren Kompromissen in der jeweiligen Stadt.

Zwischen Politik und Wirtschaft(skrise), moderner Migration, Herausforderungen und Chancen, dem Gedanken „Europa“, Verlierern und Aufsteigern, sowie den ganz großen Visionen gibt „Die Muster der Polster (AT)“ Einblick in moderne „Lebensmuster“. Sie entwerfen zu können ist ein Privileg, an ihre Grenzen zu gelangen, schmerzhaft, die Frage „Was kommt als nächstes?“ ungeklärt.